Neues Album

Seit April sind wir wieder bei Kai im Studio,
und nehmen unser neues Album auf.

Weiterhin arbeiten wir an der Realisierung
einer Griechenland- und einer
Südamerika Tour.




Tourbericht 28.11. - 14.12.2004
The Ordeal
supporting Rage

28.+ 29.11.04 Hannover - Pratteln CH ­ Z7
Die Tour beginnt für uns nachts um 23:00. Wir treffen uns bei Kai, laden unseren ranzigen Sprinter provisorisch voll und reißen die ersten 270 Kilometer nach Solingen ab, wo wir am nächsten Morgen den Cyborg aus seinem Stasis Kubus auslösen, ihn kurz auf die vorstehende Tour programmieren und dann als ersten Fahrer einsetzen. Die Keyboards von Sascha stecken noch im Stau auf der A 46, ach ja, der Sascha auch. Wir sollen laut Anweisung um 15:00 Uhr im Z7 ankommen, um noch mit Rage und Deadsoul Tribe weitere Details zu besprechen. Klar, so als Opener, ist es unerlässlich genau zu wissen wann man seine satten 15 Minuten zum Aufbauen und für den Linecheck kriegt ?. Wir saugen also über der A 46 den Sascha per Tracktorstrahl nebst Equipment aus seinem qualmenden Omega ( nicht zu verfehlen, weil ihn alle überholen ) und loggen uns ein Richtung Europort Basel.
Die Fahrt ist locker und entspannt: Wir kippen alle 80 Kilometer Öl nach, die Steuerbord Turbine fällt kurz hinter Darmstatt aus, trotzdem sind wir gut drauf, vor allem Kai will ständig das langweilige Autobahnleben auflockern und lieber Serpentinen fahren. Zum Ausgleich schließt er sich per Inhalator an den Auspuff an und ist bald völlig relaxt. 15:00 Ankunft Pratteln, der Cyborg lädt kurz alle Daten über das Venue runter, wir sagen Hallo bei Mike Terrana, dem erkälteten Peavy und Victor, lernen den Toningenieur Charlie und den Lichtdesigner Holger kennen. Der für uns wichtigste Mann ist aber Jesus, der Stage Manager und Gitarrentechniker von Victor. Sehr guter Mann, immer auf dem Posten und immer verborgen in den Gedärmen der Bühne. Wir wollen unser knappes Set von 30 Minuten auf 40 hoch handeln und dafür 10 Minuten früher anfangen, kein Problem, Jesus und Mike als Tourmanager stimmen zu. Garderobe gibt's keine für uns, egal hinter der Bühne ist jede Menge Platz. Der Cyborg checkt mit seinem verfickten Mac Laptop die Gegend auf ungeschützte Wireless Lans und updatet seine Motorik auf Metal. Er hatte vom Gig am Abend vorher noch die Reggae Software drauf, inklusive anderem Tuning und dem Joint Abgas Filter Modul. Die Deadsouls kommen nacheinander aus dem Nightliner und “zaubern" uns mit dem Kontrast von Dreadlocks und österreichischem Dialekt ein Dauergrinsen in unsere Gesichter....................................nur der Cyborg lächelt nie.
19:50 Showtime:
Endlich wieder dieser geile Druck von hinten - wir spielen: Unchain the Beast, The Lion, King of Pain, Aliens in Spain, Did you say you love me, Mirrorland und Kill the King.
Es läuft ziemlich gut, natürlich gucken die anderen Bands zu, die wollen ja auch wissen mit wem sie sich die nächsten zwei Wochen das Publikum teilen. Ich bin begeistert von den Bannern, die ich noch zu Hause in meinem Atelier gemalt habe. Sie wirken schön böse und bringen zumindest ein Minimum an eigenem Gesicht als Vor­Vorband auf die Bühne.
Sascha und der Cyborg hatten mich vorgewarnt, aber überrascht bin ich dennoch: Was da bei den Eidgenossen so an Cannabis Duft vor der Bühne aufsteigt.....alle Achtung und das bei Heavy Metal!


30.11.04 Pratteln/CH ­ Lyon/F - Transbordeur
Lyon ist ein Traum. Ich liebe diese Stadt! Lichter überall, klassizistischer Baustil der Häuser an den Hängen der Rhone und was für Gebäude.....und was für ein cooler Club am Abend, “Transbordeur". Wir haben eine eigene Garderobe, whow! Dafür ist die Bühne so klein, dass ich am linken Bühnenrand mit einer Fläche von ca. 1X1 Meter auskommen muß. Der Gig ist klasse, die erste Reihe lässt ihre Matten auf die Bühne prasseln. Nach der Show gibt's beim Essen einen anständigen Rülps Contest mit der Crew vom Transbordeur, nicht jeder spricht Französisch, aber Rülpsen ist ja irgendwie international. Danke nochmals an die Cuisine vom Club, die Linsen, der Käse und das Couscous waren erste Sahne. Danach das bittere Erwachen für Kai: In Frankreich gibt es keine Zigaretten Automaten. Wie soll man da bloß seine Kippen, ohne die der ganze Tourwahn nicht zu ertragen ist, bekommen. Noch schlimmer: Im Hotel gibt's keinen Wodka.
Wir suchen gut eine Stunde im Outback von Lyon das Hotel und dann muß der Cyborg nochmals mit dem Tourbus quer durch die Stadt um vom Rage Merchandiser, der auch unsere Merch-Artikel mit vertreibt, die CDs und T Shirts wieder abzuholen. Er will sie nicht einpacken und mitnehmen. Respekt Cyborg!!!


01.+ 02.12.04 Lyon/F ­ Cadaques/E
Auf ins gelobte Land! Nach einer wirklich krassen Hotel Nacht im schlechtesten Hotel der ganzen Tour, freue ich mich umso mehr auf Spanien und Cadaques! Der Cyborg ist schon einige Male dort materialisiert und ich habe selbst diverse Urlaube im Café am Strand des Ortes verbracht. Die Wahlheimat von Salvador Dali, kann für einen so von Fantasy und Surrealismus besessenen wie mir ja auch nur gut sein.
(www.oliver-oppermann.de)

Aber erst wollen die Serpentinen und die fetzige Bergrally in das ehemalige Schmugglerdorf bewältigt werden..... da sind Kais Nervenberuhigungs-Kippen schnell wieder alle. Ach ja, es gießt in Strömen, na das macht doch nichts, so ganz ohne Profil und mit völlig überladener Karre hat´s auch schon Han Solo nach Endor geschafft. Wir sind eh alle Mutanten und können nicht wirklich sterben. Die Rückseite des Beifahrersitzes ist völlig zerbissen und die Nerven liegen blank, als wir wohl behalten und Dank der überzeugenden Punktlandung des Cyborgs am absolut besten Hotel de la Tournee landen. Meeresblick, superschöne Zimmer, 8 Grad, Dauerregen und fetter Wind vom Meer. Das sage ich nur eins: Korrekt!
Wir bewundern die über die Mauern tosende Brandung und gehen noch lecker in der kultigen Bar de la Cala essen. So einen unglaublichen Tintenfisch a la plancha, gibt's nur hier.
Die wahre Belohnung für den ganzen Stress bisher kommt aber am nächsten Morgen: 16 Grad und strahlender Sonnenschein, wir streunern durch die geniale Stadt und treffen uns irgendwann alle im Café am Strand. Hinter uns am anderen Tisch noch eine Clique aus Deutschland....komisch irgendwie kommen die mir bekannt vor. Der Cyborg erscheint und schon ist alles klar. Zu der anderen Clique gehört auch Wolli, der Super Drummer von “Rausch" aus Leverkusen. Er hat lange mit dem Cyborg in den verschiedensten Bands gespielt. Da werden natürlich einige Cortados und diverse Aperitives fällig. Wolli ist eh schon stramm und nach kurzer Zeit ist auch klar, dass wohl ich nach Barcelona fahren muss:
Arne tankt auf, der Cyben geizt nicht rum und auch Philippe und Kai mögen den 103er und den Veterano. Während die anderen das Wiedersehen feiern, muss ich mich schon um meine Ansagen für den Abend kümmern und rufe meinen guten Freund und den Hammergitarristen Miguel Sotelo an, zusammen feilen wir an meiner spanischen Performance. Los Jungs, 14:00 ist Abfahrt.


02.12.04 Cadaques/E ­ Barcelona/E - Mephisto
Barcelona ist ein Moloch! Ich war schon so häufig in Spanien, aber dennoch ist Barcelona, wie viele spanische Städte im Landesinneren beeindruckend. Die Farben zwischen Braun, Ocker, Rot und Grau kombiniert mit diesen riesigen Industrie Vororten und staubigen Straßen, selbst im Winter sieht man die Trockenheit des Sommers. Ich kenne Spanien eher aus der Flamenco Perspektive, war oft hier zu Workshops und Konzerten, dann aber meistens in Andalusien. Als Metal Sänger sieht man Spanien mit neuen Augen: Hier gibt's noch eine richtig fette Szene, Kutten und Matten wie bei uns in den Achtzigern. In Barcelona stehen die Rage Fans schon vor dem Club in Schlangen als wir um 16:00 Uhr ankommen. Wie so üblich in Spanien verzögert sich alles um einige Stunden und wir können erst unser Equipment auf die Bühne schleppen, als das Publikum bereits in den Club kommt. Inma ist die Tour Promoterin für Spanien und sie ist ein Engel. Super nett und immer extrem hilfsbereit. Sie entschädigt absolut für das ganze Chaos. Es gibt keine getrennten Garderoben, wir drängeln uns mit 21 Mann in einem fünfzehn Quadratmeter Raum mit zwei winzigen Duschen und einem Klo!
Das Catering ist ein Witz! Nach dem Gig gibt´s ne Ansage von Mike Terrana, dass wir die Finger vom Catering lassen sollen. Da steht Ärger an, denn wir haben ja schließlich für die Tour ein sattes Buy On hingelegt, bei dem eine Catering inbegriffen ist.
Dann aber der Gig:
Vielleicht war´s der Stress, vielleicht auch die gute Erholung in Cadaques vorher. Es ist der beste Gig von der ganzen Tour. Was für eine Audience! Danke Barcelona!!! Am Ende drehen sie uns die PA und das Licht ab, ich singe ohne Mikro weiter und die Fans wollen trotzdem noch eine Zugabe. Da sind wir wohl kurz mal gefährlich geworde...uups.
Ich gebe noch zwei Interviews nach der Show, die anderen sind ins Hotel gefahren. Als Rage von der Bühne kommt müssen wir die Garderobe räumen. Ich muss das zweite Interview im Sprinter geben. Schon jetzt ist klar, die Spanier mögen uns. Wir sagen:
“Wir mögen Euch und kommen wieder!"
Nachts geht's noch über die Ramblas in Barcelona, unser Hotel liegt im Nuttenviertel, direkt am Strich, that´s Heavy Metal. Gott sei Dank finden wir ein bewachtes Parkhaus, mit all dem Equipment im Auto.


03.12.04 Barcelona/E ­ Madrid/E - Aqualung
In Madrid ist Ausnahmezustand. Die ETA hat fünf Tankstellen an den wichtigsten Ausfallstraßen von Madrid mit Bomben gespickt und alle fünf hochgejagt. Überall sind Polizei und Militär, wir kommen noch zum Venue durch, aber die Fans und die Bühnentechniker erscheinen nicht mehr vollzählig. Jetzt ist das Chaos perfekt und irgendwie fühle ich mich sehr an die Story von “Aliens in Spain" erinnert. Schade eigentlich, die Bühne ist riesig, wir haben endlich mal richtig Platz und müssen nach zwei Songs schon wieder runter. Jesus, der Stage Master ist kurz davor den unfähigen und besoffenen Disco Aushilfs Bühnentechnikern seinen Schraubenzieher für Victors Gitarren Feintuning in den Schädel zu rammen. Er kann sich aber beherrschen und so herrscht nur dicke Luft bei uns, weil Kai und Philippe schon wieder nach Hause fahren wollen.
Heute gibt es gar nichts zu Essen für uns und dieses Abbügeln beim Linecheck nervt! Ich mache eine wutgeladene Ansage bei Mike Terrana und die wirkt Wunder: Am nächsten Tag ist plötzlich genug Essen da, Deadsoul Tribe halten sich auch mal an eine einigermaßen straffe Soundcheck Zeit und wir können - Oh Wunder, das erste Mal auf der gesamten Tour, Tatsache einen Song kurz anspielen. Dabei waren wir schon so stolz den Rastas ohne jeden Soundcheck manchmal noch die Show zu klauen.
Resümee: Madrid ­ Katastrophe aber die Fans mochten uns..... Thank you Jevi!! Ach ja, ne Reifenpanne mit Radwechsel hatten wir auch noch. Gut dass der Arne bei VW arbeitet und so versiert mit dem Sprinter hantiert. Zack, Rad gewechselt, zack weiter....


04.12.04 Madrid/E ­ Bergara/E - Sala Jam
Laut Victor, dem ungeheuer sympathischen und hammergeilen Gitarristen von Rage war es die perfekte The Ordeal Show. Weit über tausend Leute in der Halle, die Pommesgabeln reckten sich, die Matten flogen und wir erlebten es zum ersten Mal, dass uns Fans von Barcelona aus nachreisten. Sensation des Abends: Wir bekommen zum ersten Mal einen Monitor für unseren Drummer. Na bitte, geht doch! Mike scheint ein Machtwort gesprochen zu haben. Dabei wirkte Bergara eher wie eine Bergarbeiter Stadt hoch im spanischen Norden, wo kamen all die Leute her?
Großartiges Essen, schnell noch ein Interview und dann wieder ab in den Sprinter, denn wir mussten noch ca. 150 Kilometer hinter uns bringen zum Hotel, dass wir schon in Frankreich gebucht hatten, damit die Fahrt für morgen nach Paris nicht so weit wird.


05.+06.12.04 Paris/F- Elysse Montmatre
Paris war echt cool. Entspannte Show, nette Fans und viele Autogramme. Superschöne Location das Elysse Montmatre, wie alles in Paris. Vor der Show wird es noch mal richtig stressig, weil es einen frühen Curfew gibt. Charlie, der Toningenieur zählt beim Soundcheck von Deadsoul Tribe die Minuten rückwärts runter und die Jungs können heute mal keinen halbstündigen In Ear Monitorcheck nur für den Sänger machen. Riesige Bühne, genug Platz und wir bangen uns die Nacken dick. Am nächsten Tag haben wir einen Off Day in Paris, den wir für einen ausgiebigen Stadtbummel, virtuoses Metro Fahren und ein ausgedehntes Abendessen mit den diversen Stufen der Aperitiv und Weinkultur nutzen. Ich erlebe in der mystischsten Kirche der Welt, Notre Dame, einen sakralen Chor und ergötze mich an den Monstern und Teufelchen, die das bombastische Eingangsportal zieren. Ich zünde zwei Kerzen für verstorbene Verwandte an. Mögen sie an meiner Lebensfreude teilhaben.
Philippe der Franzose aus unserer Band macht mit Arne und Sacha die komplette Sight Seeing Tour mit Eiffel Turm, Montmatre und Louvre, sind alle schwer beeindruckt. Der Cyborg sucht W-Lan Netze und Kai macht seine prägende, fulminant-interessante Begegnung mit einer Apothekenhelferinnengranate. “How to explain a beautiful french woman a little problem with your cock?"


07.12.04 Saarbrücken/D - Garage
Kai ist sehr glücklich, dass die französischen und spanischen Serpentinen hinter uns liegen, im Bus ist inzwischen die dritte Cola Flasche voll mit Kippen, der Kaffee wird wieder schlechter, wir preisen den Herrn, dass wir nicht mit den anderen im Nightliner fahren, die hatten nämlich ne fette Panne - mit Bus wechseln und so, außerdem riechen die bestimmt schon, hehehä!
Die Halle in Saarbrücken ist groß, aber schwer in den Griff zu kriegen, klingt schlecht, dafür gibt's jedoch ein außerordentlich nettes Backstage mit sehr nettem Service und astreinem Essen. Nur mit der Hallenöffnung kommen die Betreiber wohl noch nicht ganz zurecht. Die Türen gehen erst auf, als wir schon auf der Bühne sind. Bis die ersten Fans sich dann versammelt sind haben, ist unser eh schon zwangsweise eingekürztes Programm halb durchgespielt. Als Opener lässt man eben immer die meisten Federn, wenn der Zeitplan eng wird. Ok, das buchen wir dann mal unter Ulk ab.


08.12.04 Aschaffenburg/D - Colossaal
“Holla ist das klein" ist der erste Gedanke der mir durch den Kopf geht, als wir im Colossaal ankommen. Die Bühne hat eine so niedrige Decke, dass wir nicht mal unsere Banner aufbauen können. Ralph Graupner von unserer Plattenfirma kommt vorbei und es soll ein Live Review vom Rock Hard geben, mal sehen, wie das Publikum so drauf ist. Der Zeitplan hängt wieder ordentlich hinterher, Rage bauen erst auf als wir schon lange da sind. Sieht mal wieder nach Line Check vor voller Halle aus. Wir gehen shoppen. Die Klamotten sind nach anderthalb Wochen Tour alle dreckig, was tut man? Waschen? Aaach langweilig.....einkaufen. Aber vor allem Kaffee trinken. Cuba Bar? Ja los rein da! Süße Bedienung, aber der Kaffe ist ja ne Katastrophe und das in der Cuba Bar. Den macht nicht mal die Bedienung wett, also raus hier. Nach dem Abshoppen sind Rage immer noch beim Soundcheck. Au weia, ist schon sieben, Deadsoul Tribe haben noch nicht mal aufgebaut und in einer Stunde gehen die Türen auf. Charlie, Jesus und die Hallencrew rotieren und um 19:50 dürfen wir dann unsere Anlage aufbauen. 10 Minuten für Aufbau und Line Check? Das machen wir doch ganz locker.
Ich ziehe mich ohnehin schon immer vor dem “Check" um, damit ich evtl. gleich auf der Bühne bleiben kann. 20:30 Showtime: Sehr geile Show. Die Crowd macht super mit, wir burnen unser Set richtig ab! Aschaffenburg, ihr seid echt in Ordnung!!

Peavy ist ernsthaft erkältet. Ich verspreche ihm beim nächsten Gig in Kaufbeuren Penecellin mitzubringen. Er kann ja nicht zum Arzt und sich nen Rezept holen und außerdem ist der Peavy echt nen korrekter Typ. Nach dem Gig müssen wir schnell wieder los, weil wir morgen nen Offday haben und heute Nacht noch nach Düsseldorf und Solingen fahren wollen.
Also zack einladen und ab auf die Autobahn.
Ich verbringe den nächsten Tag bei meiner Schwester in Solingen und spiele die meiste Zeit mit meinen süßen Nichten Mara und Enja. Nachmittags gibt's noch nen Interview mit der taughen Gisela vom Heavy Metal Breakdown bei McDonald´s in Haan Ost.

www.hmbreakdown.de/Interviews/Interviews_S_-_Z/The_Ordeal/the_ordeal.html

Der Cyborg hat sich in seinen Stasis Kubus zurückbegeben und weilt für die nächsten 24 Std. irdischer Zeitrechnung in der kryogenischen Fuge, um seinem modularem Körpergewebe eine intensive Koffein Kur in den 271 besten Cafes Italiens, die er durch 27 Zeitsprünge noch alle erreichen kann, zukommen zu lassen. Die Trauma des grottenschlechten Kaffees in der Cuba Bar muß mit italienischem Espresso bekämpft werden.


10.12.04 Osnabrück/D ­ N8
Wir sammeln Philippe, Kai, Arne und Sascha in Düsseldorf ein und sprinten nach Osnabrück ins N8. Es soll ein Meet and Greet geben heute Abend und ein live Review mit Maik vom Heavy Talk Radio in Münster. Es wird wieder einmal alles superknapp, dass heißt wir haben viel Zeit im Backstage, weil wir ja eh die letzten sind. Die Jungs von Deadsoul haben auch nichts zu tun, so lange Rage noch checkt und so nutzt Devon die Zeit, um mir und dem Cyborg seine Sicht der Wahrheit des Lebens zu erklären. Superabgefahrene Story von einer Frau namens Anastasia, die in den Wäldern Sibiriens lebt und verstanden hat, wer die Welt wirklich beherrscht. Es sind sechs mächtige Männer, die alle Regierungen der Welt und alle Religionen nur als Marionetten benutzen, um die Menscheit zu lenken und zu beschäftigen. Anastasia versucht ab und zu mit den Mächten des Kosmos zu kommunizieren - per Gebet und Mittels Zedern, die die Energie der Menschen sammeln und dann als Antennen ins Universum lenken. Sie wird dabei aber leider immer von den sechs Mächtigen behindert und kann so keine Hilfe für die gebeutelte Menschheit herbei holen........
Danach müssen der Cyborg und ich dringend nen paar Zeitsprünge nach Italien machen und guten Kaffee trinken.........
Aufbau, Line Check und Konzertanfang sind wieder mal eins heute. Die Audience lernt auf dieser Tour erstaunlich viel über Bühnentechnik. Egal, das Konzert ist wirklich super und nach dem Gig gibt's noch ein sehr nettes Meeting mit Maik vom Heavy Talk, Kutten signieren und jede Menge zu erzählen. Später heizen wir noch zurück nach Hannover.


11.12.04 Kaufbeuren/D ­ Zeppelin Halle
Ein Mega Ritt ist das nach Kaufbeuren. Die Zeppelin Halle ist riesig, das Essen prima und wir haben sogar eine eigene Garderobe, whow.
Peavy kriegt seine Penecillin Dröhnung, Gute Besserung!
Beim Soundcheck von den Deadsouls kommt noch mal richtig Spaß auf. Sie fetzen sich ein wenig auf der Bühne, weil der Toning sich ein Herz fasst und ihnen endlich mal sagt, dass ihr Basser und Devon an so mancher Stelle nicht die gleichen Harmonien spielen.........tja Shit happens. Ach, macht doch nichts, dafür seht ihr wenigstens richtig gut aus! Der Cyborg knallt in der Nacht noch mit unserem Bus in die Schweiz, spielt da flott noch einen Reggae Gig mit Nosliw und holt uns am nächsten Morgen an unserem wunderschön gelegenen Hotel mit Alpenpanorama ab. Schon schön da im Süden von Deutschland.


12.12.04 Ludwigsburg/D ­ Rockfabrik
Der für mich geilste Laden der ganzen Tour. Hammer Gemälde überall auf den Wänden und richtige Katakomben hinter und unter der Bühne. Die Audience ist gut drauf und wir drehen ein nettes Video. Es sind sogar Leute aus Hannover hier! Fotos, Autogramme und ein richtig schmuddeliges Hotel, that´s Rock´n Roll. Ein original Jugo Mafia Schuppen, Korrekt!!


14.12.04 Hamburg/D ­ Markthalle
Das letzte Konzert für uns, die anderen fahren ja noch weiter nach Skandinavien. Es ist saukalt in HH, alles wie gewohnt zu spät und als wir auf der Bühne stehen, sammeln sich gerade die ersten Leute in der Halle. Dennoch wird es ein cooler Gig, es sind Fans aus der Heimat da und vorne wird kräftig abgebangt. Wir haben eine neue, astreine Promo Agentur gefunden, CMM aus Hannover. Sie sind auch da und können sogar unsere Lyrics mitsingen, ich bin beeindruckt!
Nach dem Gig noch kurz Verabschieden von Victor (Alter, Du bist echt in Ordnung) und Peavy (dito). Leider konnten wir Mike nicht mehr finden, wieder voll im Stress der Gute, hat aber einen wirklich guten Eindruck bei mir hinterlassen. Ich bringe den hannoverschen Teil der Band noch nach Hause, dann mit dem Cyborg und Sascha wieder auf die Bahn, ab nach Düsseldorf und Solingen und zurück. Morgens um sieben gebe ich den Bus ab und schlafe erst mal drei Tage.






The Ordeal
on Tour supporting
Rage and Deadsoul Tribe
.





After more than six months of hard work, we have good news to report.

When we first gave our music to producer Herman Frank, he was busy with the latest Molly Hatchet production and brand new Saxon DVD. Nonetheless, he was impressed by our music and began to give us helpful suggestions. It is clear that we have found a real friend of THE ORDEAL as well as a very competent producer.

The recording of the new CD was a great experience. We checked into the Beatbox Rehearsals in Hannover (owned by our own guitarist Kai) and recorded for one and a half months before we joined the great and relaxing atmosphere of Tommy Newton´s Area 51 studio.

In June 2003 the band was inspired by our trip to Spain to write these new songs. Each track represents an individual from a magical circle of nine beings, and each is representative of how Earth might react against a potential alien invasion. Our lyrics depict a world of industrial and urban ruins, conquered temporarily by a legendary Alien species first sighted in Spain that is able to change its appearance into human form. The femme fatale version of the species is particularly lethal and plots to get the codes for human defence against an alien invasion, and in doing so to render our species helpless.

The whole CD is based on the fictional premise of one John Torres, a member of the Terran Special Forces Unit from Spain. Each track pushes the narrative further that begins with his testimony. After the invasion has taken place and the world is shocked by how easily havoc is wreaked on civilisation in Southern Europe, we managed to get out there behind the Anti Alien Barriers in Southern France. We were deeply impressed by the feats of these nine beings, living in the war zone with nothing more then their lives and a mind full of resoluteness to defend human civilisation.

As always we can´t be certain it´s a coincidence that we met exactly nine more or less human creatures down there, but we all know the magical meaning of the cipher nine as a symbol of evenness. That's why there are nine songs on this album which act as a mirror for every creature we met.



King of Pain

Like Dan Simmons' Shrike in the novel Hyperion, this concerns a godlike creature, 'the core' sent back through time to save the human race. We saw the results of his actions on a battlefield close to Cordoba. Reverentially, we watched a silver shadow, crushing through the lines of Aliens, leaving a bursting cloud of unknown material behind it and then suddenly disappearing, after it had completed the resistance. This is a creature partly created from the power of the internet, which can appear and disappear at wil, although it can work for good as well as evil. The fuckin´ King of Pain. This song became the title track of the album, because we believe in the ability to resist against  pain. We all should rule the Pain, we should be Kings of Pain.

The Lion

Under the Alien onslaught we were forced to shelter in the Madrid metro. The lion is a twenty six year old guy that I encountered during my time there who saved our lives many times. We lived for three months below the surface of the town with more than two hundred other survivors, while the Aliens raged the upper side. Every time they sent out their Vanguard-Drones to kill us, he recognized them first and led us deeper before he killed them. None of us would have survived without him, he is as brave as a lion, a real hero!


Mirrorland

This is about a dream lady, a vision of peace and freedom brought to us by this dream-like figure. All of the band dreamed about the same woman, who stands magically with two red birds on her shoulders. During all the hard times, she really helped us psychologically to live through the experience.


Chained to the Dark

This is a song about hope for mankind, even with all our differences. Perhaps one of our old enemies, the wolf, could actually help us to conquer our warlike nature. Animals and men are different, but facing an Alien Species we have the same aims. Our whole history, evolution and our life on this planet is determined by the same origin, so we should trust each other. This song is written from the perspective of a wolf. He speaks to mankind and tries to explain his magical bond to the Dark. We´re rescued by a wolf, who shows us a way out.


Aliens in Spain

The story of the traitor John Torres. He is seduced by the alien (who takes the form of a beautiful woman) into giving up the security codes for the human defence system. He dies a terrible death, killed in a fight against the aliens. But who can resist the charms of a beautiful woman? Is he really to blame?


Wings of an Angel

We never encounter the Mirrorland woman in the flesh, but this blonde angel in the desert zone was definitely real. A reminder that even in the most arid and desperate situations, love with a woman as beautiful and sweet as an angel can still exist.


Unchain the Beast

In a last effort to defeat the aliens, the second leader of the Man-Made Cybernetic Defend Organism Troops appeals to the last priest in a small village under fire to unchain the Devil. This song is dedicated to the priest who resists the temptation to unleash havoc on the world. Nothing, not even the threat of aliens taking over our world, is reason enough to unchain the Beast.


Did you say you love me ?

When he realises the sickening implications of his betrayal, John Torres becomes angry. Like every cheated lover he feels betrayed, but his reckless pillow talk could cost the lives of every man and woman on Earth...


Face the Storm

A song dedicated to the man who gave me his bulletproof vest in the time I needed it more than he did. Despite our best defences, both physical and emotional, we sometimes just need to face the storm and stand up for ourselves.





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